Potenzmittel für den Mann im Überblick

Orale Medikamente gegen Impotenz heißen PDE-5-Hemmer. Diese Gruppe der Medikamente enthält die Potenzmittel Viagra ( Sildenafil), Cialis (Tadalafil), Levitra (Vardenafil), Stendra (Avanafil) usw. Die Einnahme der Potenzmittel für den Mann ist First-Line-Empfehlung zur Behandlung.

Die Potenzmittel für den Mann sind wirksam bei 70-80 Prozent der Männer. Die beste Wirksamkeit zeigen diese Arzneimittel bei einer mittelschweren erektilen Dysfunktion. Die Männer mit schwerer Impotenz reagieren in der Regel auf diese Tabletten nicht. Wenn die Impotenz durch Nervenschäden verursacht wurde, dann sind PDE-5-Hemmer daher wirkungslos.

Wie wirken Potenzmittel für den Mann?

Die Potenzmittel für den Mann auf der Basis von PDE-5-Hemmern haben einen gefäßerweiternde Wirkung. So erschlaffen sie glatte Muskelzellen im Penis, erhöhen den Blutzufluss zum Penis und erleichtern die Entstehung einer Erektion. Es ist zu beachten, dass die Potenzmittel keine luststeigernde Wirkung haben und sorgen auch nicht von selbst für die Erektionen. Sie verbessern beim Mann die Fähigkeit, auf eine sexuelle Erregung mit der Erektion zu reagieren. Ohne eine sexuelle Stimulation wirken die Potenzmittel nicht.

Worin unterscheiden sich Potenzmittel für den Mann?

Obwohl die Potenzmittel eine ähnliche Wirkung haben, unterscheiden sie sich in dem Wirkstoff, dem Wirkungseintritt und der Wirkungsdauer. Der Arzt sollte diese Faktoren sowie andere Erkrankungen und mögliche Wechselwirkungen mit anderen von Ihnen eingenommenen Medikamenten berücksichtigen.

Sildenafil (Viagra) zeigt die beste Wirkung, wenn es eine Stunde vor dem Sex auf nüchternen Magen eingenommen wird. Es wirkt von vier bis fünf Stunden, wenn eine leichte bis mittelschwere erektile Dysfunktion in Frage kommt.

Tadalafil (Cialis) sollte ein bis zwei Stunden vor dem Geschlechtsakt mit oder ohne Nahrung eingesetzt werden. Es ist bis zu 36 Stunden wirksam. Cialis kann in einer kleinen Dosis täglich oder in einer größeren Dosis nach Bedarf eingenommen werden.

Die Einnahme von Vardenafil (Levitra) erfolgt eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr mit oder ohne Nahrung. Vor oder während der Einnahme sollte der Mann auf fettiges Essen verzichten. Der Wirkstoff Vardenafil wirkt bei leichter bis mittelschwerer ED vier bis fünf Stunden oder länger.

Das Arzneistoff Avanafil (Handelsname Stendra) sollte 30 Minuten vor dem Geschlechtsakt mit oder ohne Essen eingenommen werden. Die Wirkung hält bis sechs Stunden an.

Tabelle 1: Potenzmittel für den Mann, ihr Wirkungseintritt und ihre Wirkungsdauer

Potenzmittel Wirkungseintritt Wirkungsdauer
Avanafil (Stendra) 15-30 Minuten 6-12 Stunden
Sildenafil (Viagra) 30-60 Minuten 4-5 Stunden
Tadalafil (Cialis) 30-45 Minuten 24-36 Stunden
Tadalafil (Cialis täglich) kontinuierlich kontinuierlich
Vardenafil (Levitra) 30-60 Minuten 4-5 Stunden

Fazit: der Hauptunterschied zwischen diesen Potenzmitteln besteht darin, wie lange sie im Körper aktiv sind. Sildenafil (Viagra), Vardenafil (Levitra) und Avanafil (Stendra) sind in den ersten 4 bis 8 Stunden am wirksamsten, während die Wirkung von Tadalafil (Cialis) 18 bis 36 Stunden dauert.

Welche Nebenwirkungen haben Potenzmittel für den Mann?

Zu den häufigen Nebenwirkungen der oralen Medikamente gegen Potenzstörungen gehören:

  • Kopfschmerzen;
  • niedriger Blutdruck;
  • Schwindel;
  • Hautrötung;
  • Verstopfte Nase;
  • Sodbrennen;
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall;
  • Nasennebenhöhlen;
  • Nasennebenhöhlenentzündung;
  • Dauererektion

Außer der oben genannten Nebenwirkungen kann der Wirkstoff Sildenafil (Viagra) bei 5-10% der Patienten die Sehstörungen verursachen, die schnell verschwinden, sobald das Arzneimittel aus dem Körper ausgeschieden ist.

Tadalafil (Cialis) kann selten vorübergehende Muskelschmerzen (wie Muskelkrämpfe oder Rückenschmerzen) hervorrufen, die oft mit der Zeit verschwinden.

Wie wechselwirken Potenzmittel für den Mann mit anderen Medikamenten?

Die Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können die Wirkung von einem Potenzmittel beeinflussen oder das Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen erhöhen. Hier betrachten wir einige der Wechselwirkungen.

Die Potenzmittel für den Mann wechselwirken mit folgenden Arzneimitteln bzw. Arzneistoffen:

  • mit den Arzneimitteln zur Behandlung von Brustschmerzen / Angina, die die Nitrate sowie Stickstoffmonoxid-Donatoren enthalten. Um eine deutlichen Wirkungsverstärkung dieser Arzneimittel zu vermeiden, sollten sie nicht gleichseitig mit PDF-5-Hemmern eingenommen werden;
  • mit Alphablockern;
  • mit den Medikamenten aus dem Freizeitbereich, den sogenannten “Poppern”, die Amylnitrat oder Butylnitrit enthalten;
  • Itraconazol;
  • Ketoconazol;
  • Saquinavir;
  • Cimetidin;
  • Erythromycin;
  • Ritonavir.

Die Medikamente gegen vergrößerte Prostata wie Doxazosin und Tamsulosin können in Kombination mit den Potenzmitteln zu einem Blutdruckabfall führen.

Man kann die Potenzmittel in geringen Dosen gleichzeitig mit folgenden Medikamenten einnehmen:

  • Antimykotika (wie Itraconazol, Ketoconazol),
  • Makrolidantibiotika (Clarithromycin, Erythromycin),
  • HIV-Medikamente (wie zum Beispiel Ritonavir, Saquinavir);
  • Proteasehemmer gegen Hepatitis C (Boceprevir, Telaprevir);
  • Mifepriston und Rifampin

Die gleichzeitige Einnahme von verschiedenen Potenzmitteln ist verboten.

Übermäßiger Alkoholkonsum wird ebenso nicht empfohlen, sonst erhöht sich eine Wahrscheinlichkeit, die Kopfschmerzen oder den Schwindel zu bekommen, die Herzfrequenz zu erhöhen oder den Blutdruck zu senken.

Essen Sie keine Grapefruit und trinken Sie keinen Grapefruitsaft, wenn Sie Potenzmittel einnehmen.

Wann ist die Einnahme der Potenzmittel für den Mann gefährlich?

Die Patienten, bei denen in den letzten 6 Monaten Herzinfarkte, Schlaganfälle oder schwerwiegende Störungen des Herz-Pump-Rhythmus (Vorhofflimmern) aufgetreten sind, sowie die Männer mit kongestiver Herzinsuffizienz oder instabiler Angina pectoris in der Vorgeschichte sollten die Potenzmittel mit Vorsicht einnehmen.

Außerdem sollte die Einnahme mit Vorsicht beim niedrigen Blutdruck oder unkontrollierten Bluthochdruck (über 170/110 mm Hg) erfolgen.

Bei Patienten mit schweren Augen- / Sehproblemen wird die Einnahme solcher Medikamente nicht empfohlen. Wenn Sie Augenprobleme haben, insbesondere in der Vorgeschichte von Augenchirurgie, konsultieren Sie bitte Ihren Augenarzt, bevor Sie das Potenzmittel ausprobieren.

Die Potenzmittel für den Mann verursachen bekanntermaßen keine Herzinfarkte. Es ist jedoch bekannt, dass heftige sexuelle Aktivitäten, wie jede Übung, große vaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte verursachen.

Informieren Sie sich ausführlich über die Nebenwirkungen und die Kontraindikationen, bevor das Potenzmittel einnehmen.

Andere Behandlungsoptionen für Impotenz

  • Vakuumpumpe
  • Schwellkörper-Autoinjektionstherapie
  • Schwellkörperprothese
  • Psychotherapie
  • Transurethrale Therapie
  • Homöopathische Mittel
  • Hormontherapie.

Diese Behandlungsmöglichkeiten haben wir in unserem anderen Beitrag ganz gut beschrieben.

Potenzmittel für den Mann im Überblick
5 (100%) 1 Bewertung



Letzte Aktualisierung: 2019-07-15