Was ist Impotenz?

Das Wort “Impotenz”, auch “Erektile Dysfunktion”, “Potenzstörungen” oder “Erektionsstörungen” bedeutet eine ständige oder zeitliche (mindestens 3 Monate) Unfähigkeit, eine Erektion aufzubauen oder lange genug aufrecht zu halten. Die Potenzstörung ist eine sichtbare Ursache für die Verringerung von Lebensqualität eines Mannes.

In diesem Artikel geht es um die Anzeichen für Impotenz, ihre Arten und Risikofaktoren für ihre Entwicklung. Außerdem erfahren Sie welcher Arzt bei Impotenz hilft. Die Lesezeit beträgt bis sieben Minuten. Wir betrachten folgende Fragen:

Woran erkennt man Impotenz?

Die ersten Manifestationen der Krankheit können bei mehr als 30 Prozent der Männer im Alter von 18 bis 59 Jahren beobachtet werden. Die ersten Anzeichen für Impotenz sind die Probleme mit der Erektion, eine plötzliche Abschwächung der Erektion und ein vorzeitiger Samenerguss.

  1. Probleme mit der Potenz am Morgen. Das erste Anzeichen für Impotenz ist nicht ausreichende oder fehlende morgendliche und nächtliche Erektion. In Fällen, in denen ausreichende Erektion nicht vorliegt, diese jedoch spontan auftritt, gibt es eine Wahrscheinlichkeit für eine psychisch bedingte Impotenz. In anderen Fällen wird in der Regel eine organische Impotenz diagnostiziert.
  2. Plötzliche Abschwächung der Erektion ist das weitere Anzeichen für Impotenz. Über Erektionsstörungen spricht auch ein schlaffer Penis während des Geschlechtsaktes. In diesem Fall kann die Impotenz ein Anzeichen für vaskuläre, neurogene, hormonelle und andere organische Störungen sein. Aufgrund psychischer Probleme tritt sie etwas seltener auf.
  3. Eine der ersten Manifestationen der erektilen Dysfunktion (Impotenz) ist der vorzeitige Samenerguss. Er ist organisch bedingt und in der Regel mit Gefäßerkrankungen verbunden. Eine vorzeitige Ejakulation mit psychogener Impotenz wird selten beobachtet.

Obwohl die organisch bedingte Impotenz verbreitet ist, stellten die Spezialisten fest, dass die Erektionsstörungen in neun von zehn Fällen durch ungünstige psychologische Faktoren verursacht werden. Wenn ein Mann mindestens eines der oben genannten Anzeichen bemerkt hat, sollte er so bald wie möglich einen Arzt aufsuchen, die Ursachen der Krankheit ermitteln und die Methoden zur Behandlung und Vorbeugung der erektilen Dysfunktion auswählen.

Potenzstörung Definition

Welche Risikofaktoren für Imotenz gibt es?

Es gibt einige Risikofaktoren, die zur Entwicklung einer erektilen Dysfunktion beitragen. So tritt die Erektionsstörung häufig bei Kettenrauchern, bei Patienten mit Diabetes, koronarer Herzkrankheit und Bluthochdruck sowie bei Männern auf, die an den Depressionen, Neurosen und anderen psychischen Störungen leiden. Manchmal kann die Impotenz durch die Einnahme bestimmter Medikamente, rasche Veränderung der Nahrungsration oder des Lebensstils sowie durch Verletzungen und Operationen in der Leistengegend ausgelöst werden. Zu Risikogruppen gehören die Alkoholabhängigen und diejenigen Männer, die einen sitzenden Lebensstiel führen.

Welche Arten der Impotenz unterscheidet man?

Man unterscheidet organische und psychische Impotenz. Psychische Impotenz wird bei etwa 40 Prozent der Fälle diagnostiziert. Organische Impotenz macht 29 Prozent der Fälle und gemischte etwa 25 Prozent aus. In 6% der Fälle kann die Ursache nicht ermittelt werden.

Die Klassifikation der Impotenz nach ihrer Ursache:

• Vaskulär bedingte Impotenz, die durch Diabetes, Bluthochdruck, Hyperlipoproteinämie und Verletzungen der Beckengefäße verursacht wird.
• Neurogen bedingte Impotenz, die durch degenerative Erkrankungen (Parkinson-Krankheit, Multiple Sklerose), Verletzungen und Erkrankungen des Rückenmarks, Schlaganfall, Tumoren des Zentralnervensystems, Polyneuropathie und chronisches Nierenversagen verursacht werden kann.
• Anatomische Impotenz: die Ursachen für ihre Entwicklung sind Mikropenis, Peyronie-Krankheit, Penisruptur und Beckenbruch.
• Hormonell bedingte Impotenz: ihre Ursachen sind Hypogonadismus, Hyperprolaktinämie, Hyper- und Hypothyreose, sowie auch Morbus Cushing.
• Psychogene Impotenz.

Nach Dauer der Potenzstörung unterscheidet man vorübergehende und dauerhafte Potenzstörung.

Nach der Art der Impotenz wird sie in Impotentia coeundi, Impotentia ejaculandi und Impotentia generand eingeteilt.

Nach der anderen Klassifikation wird Impotenz in primäre und sekundäre unterteilt.

Primäre Impotenz ist durch eine Unfähigkeit gekennzeichnet, während des ganzen Lebens einen Geschlechtsverkehr durchzuführen, weil der Penis nicht steif wird. Solche Impotenz tritt sehr selten auf.

Im Gegensatz zu primärer Impotenz wird sekundäre Impotenz häufiger diagnostiziert. Über sekundäre Impotenz spricht man im Fall, wenn im Sexualleben eines Mannes vorerst alles in Ordnung war und erst dann die Erektionsprobleme auftraten.

Erektionsprobleme beheben – Wann zum Arzt?

Es ist immer schwierig für einen Mann, die Erektionsprobleme mit einem Arzt zu besprechen. Es ist aber sehr wichtig, rechtzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wenn Sie innerhalb von 3 Monaten keinen hoch bekommen oder wenn die Erektion bei Ihnen in 50 Prozent aller Versuche schwächer ist, dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Zusammen mit dem Arzt können Sie die Ursache des Problems ermitteln und die beste Behandlungsmethode auswählen.

Welcher Arzt bei Impotenz?

Haben Sie Erektionsprobleme, sollten Sie den Urologen konsultieren. Während der Behandlung kann der Urologe dem Patienten empfehlen, sich an Psychotherapeuten oder Neurologen zu wenden.

Es kann auch sein, dass der Patient zuerst seinen Hausarzt konsultieren sollte, bevor er einen Termin beim Urologen bekommt. Dies hängt direkt von der Krankenversicherung ab.

Der Erfolg in der Behandlung von Impotenz wird durch einen rechtzeitigen Arzttermin garantiert! Lassen Sie Ihrer Impotenz keine Chance!

Impotenz Statistik

Die Erektionsstörung ist das verbreitete sexuelle Problem unter Männern. Es wurde eine internationale Studie durchgeführt, an der 27 839 Männer aus 8 Ländern (wie Deutschland, USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Mexiko und Brasilien) im Alter zwischen 20-75 Jahren teilgenommen haben. Laut Studie hatten 16 Prozent der Männer die Potenzstörungen. Darunter betrug eine gemeinsame Prävalenz 8 Prozent bei Männern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren und 37 Prozent bei Männern zwischen 70 und 75 Jahren.

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Somit steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Entwicklung von Impotenz mit zunehmendem Alter, jedoch nicht aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses, sondern infolge des Auftretens schwerer Begleiterkrankungen, insbesondere Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Diabetes.

Die Zahl der Patienten mit Impotenz steigt von Jahr zu Jahr. Vier bis sechs Millionen aller Männer im Alter zwischen 40 und 70 leiden in Deutschland an erektiler Dysfunktion.

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Es ist zu betonen, dass die Erektionsstörung nicht nur ein einzelnes Problem, sondern auch ein Symptom für schwere (einschließlich systemische) Erkrankungen sein kann, darunter die koronare Herzkrankheit, die Atherosklerose, der Hypogonadismus, der Diabetes, ein metabolisches Syndrom, Multiple Sklerose, chronisches Nierenversagen, benigne Prostatahyperplasie (BPH), der Prostatakrebs, chronische Prostatitis, obstruktive Atemwegserkrankungen, Neurosen, Angstzustände und Depressionen, die die Wirksamkeit der Behandlung von ED reduzieren. Durch Impotenz wird die körperliche Unzufriedenheit der Patienten um mehr als das Vierfache sowie emotionelle Unzufriedenheit um mehr als das Zweifache erhöht. Sexuelle Aktivität ist der Hauptbestandteil der Lebensqualität mehrerer Patienten. Die erektile Dysfunktion ist ein ernstes Problem nicht nur eines Mannes, sondern auch eines Paares.

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Letzte Aktualisierung: 2019-10-01